Der erste deutsche Offshore-Windpark

 Die Offshore-Windkraft ist eine tragende Säule der Energiewende. Mit alpha ventus wurde 2010 der erste deutsche Offshore-Windpark in Betrieb genommen: ein Pionierprojekt der Energieversorger EWE, E.ON und Vattenfall und die Grundlage für den Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland. Seitdem speist alpha ventus kontinuierlich klimafreundlichen Strom ins deutsche Versorgungsnetz ein. In den Jahren 2011 und 2012 waren es jeweils rund 267 Gigawattstunden – das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 70.000 Haushalten. Im Februar 2014 hat alpha ventus den Energieertrag von insgesamt einer Terawattstunde überschritten.

16.582 Volllaststunden den Betriebsjahren 2011 - 2014

Deutschlands erster Offshore-Windpark hat bis Februar 2015 insgesamt 1,2 Terawattstunden umweltfreundlicher Energie erzeugt.

 In den Betriebsjahren 2011 bis 2014 hat alpha ventus insgesamt 16.582 Volllaststunden erreicht und 994,9 Gigawattstunden (GWh) Strom produziert. Der Ertrag beläuft sich damit auf durchschnittlich 248,73 GWh pro Jahr und übertrifft die Prognosen um rund sieben Prozent.

Im Betriebsjahr 2014 lag der Ertrag mit 235,6 GWh klimafreundlicher Energie etwas unterhalb dieses Durchschnitts, aber immer noch 1,5 Prozent über der Prognose. Dieser im Vergleich geringere Ertrag ist auf den Tausch einzelner Komponenten im Jahresverlauf zurückzuführen. Besonders ertragreich waren die Monate Januar und Dezember 2014 mit jeweils über 30 GWh erzeugtem Strom.

Rechnet man zu den vier vollständigen Betriebsjahren auch die während der Inbetriebnahme erzeugte Energie hinzu, hat alpha ventus seit 2009 bereits über 1,2 Terawattstunden Strom erzeugt.

Interationale Konferenz in Berlin

Positive Bilanz von fünf Jahren ökologischer Begleitforschung

 Das vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg koordinierte Forschungsprojekt StUKplus zog Ende Oktober 2013 in Berlin mit einer internationalen Konferenz eine positive Bilanz von fünf Jahren intensiver Forschungsarbeit.

Die Forscher haben eine höhere Artenvielfalt festgestellt, befürchtete Entwicklungen wie Verödung der Fauna oder Massenschlag bei Vögeln sind nicht eingetreten. So bilden die Fundamente der Offshore-Windenergieanlagen künstliche Riffs, an denen sich Muscheln, Seeanemonen und Seelilien sowie Seesterne ansiedeln. Auch bei den Fischen zeigt sich im Windpark alpha ventus eine größere Artenvielfalt. Als neue Ansiedelungen traten Seebull, Makrele und Leierfisch auf. Die Bewegungen und Beleuchtungen der Windenergieanlagen in den Offshore-Windparks scheinen die Vögel zu verscheuchen. Das senkt das Kollisionsrisiko erheblich. Hinzu kommt, dass die Zugvögel breitflächig ohne besondere Zugstrassen über die Nordsee fliegen, da sie nicht an Rastplätze oder thermische Gegebenheiten gebunden sind. Für die Erfassung der Vogelbewegungen setzten die Wissenschaftler erstmals neue Technologien der digitalen Bildererfassung ein. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe besonderer Software. Bei normalen Wetterlagen zeichneten die Geräte keine Kollisionen auf. Ungeklärt ist noch die Kollisionsgefahr bei schweren Wetterlagen, die für die Vögel unerwartet auftreten.

Während des Betriebs zeigt der Windpark alpha ventus keinen Effekt auf Meeressäuger. In der Bauphase meiden Schweinswale während der schallintensiven Rammungen den Baustellenbereich in einer Entfernung von bis zu 15-20 km. Wie schnell die Tiere in das Gebiet zurückkehren, hängt jeweils von der Dauer der Arbeiten ab.

Quelle: BSH; Konferenzwebseite.

Häufige Fragen zu alpha ventus

Woher kommt der Name "alpha ventus"?

Der Name setzt sich zusammen aus dem ersten Buchstaben des griechischen Alphabets und der lateinischen Bezeichnung für „Wind“ – schließlich ist alpha ventus der erste deutsche Offshore-Windpark. Den edlen Namen hat das Projekt übrigens noch nicht sehr lange: Das Genehmigungsverfahren für die Errichtung des Parks am heutigen Standort wie auch die ersten Schritte auf dem Wege zu seiner Verwirklichung fanden noch unter der alten Projektbezeichnung "Testfeld Borkum West" statt.

Wo liegt alpha ventus?

Der Standort befindet sich ca. 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum, im Bereich der so genannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und damit außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Die Eckkoordinaten des Windparks sind:

54° 00,0’ N 6°34,4’ E

54° 01,6’ N 6°34,4’ E

54° 01,6’ N 6°37,3’ E

54° 00,0’ N 6°37,4’ E

Kann man alpha ventus besichtigen?

Die Besichtigung von alpha ventus ist aus Sicherheitsgründen leider nicht möglich. Der Windpark darf nur von speziell ausgebildetem Personal betreten werden und ist auch für Schiffe gesperrt, die nicht zum Service-Team gehören.

Was bedeutet "DOTI"?

Die DOTI ist die Betreibergesellschaft von alpha ventus. Die "Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH & Co. KG" (DOTI) wurde im Juni 2006 gegründet, um den Windpark alpha ventus zu errichten und zu betreiben. Gesellschafter sind die EWE AG (47,5%), die E.ON Climate & Renewables Central Europe GmbH und die Vattenfall Europe Windkraft GmbH (je 26,25%). Firmensitz der DOTI ist Oldenburg.

Kann man bei alpha ventus arbeiten? Wo muss ich mich bewerben?

Der Windpark alpha ventus ist ein gemeinsames Projekt der Unternehmen EWE, E.ON Climate & Renewables Central Europe GmbH und Vattenfall Europe Windkraft GmbH. Das Projekt bzw. die Betreibergesellschaft DOTI stellt selbst kein eigenes Personal oder Praktikanten ein, sondern deckt seinen Personalbedarf aus den jeweiligen Fachabteilungen der drei Konsortialunternehmen.

Bewerbung sollten deshalb immer direkt an die Unternehmen gerichtet werden, entsprechende Informationen finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten.

Weiter Stellenangebote im Offshore-Bereich – z.B. Industriekletterer, Ingenieure oder HSE-Beauftragte – sind z.B. bei den Turbinen-Herstellern AREVA Wind bzw. REpower (beide mit Produktionsstandort Bremerhaven) zu finden.

Kann man ein Praktikum oder eine Diplomarbeit bei alpha ventus absolvieren?

Für Praktika und Diplomarbeiten gilt dasselbe wie für volle Arbeitsstellen. Bewerbungen sind direkt an die jeweiligen Personalabteilungen der Konsortialpartner EWE, E.ON Climate & Renewables und Vattenfall Windkraft zu richten.

Wo finde ich weiterführende Informationen zu alpha ventus?

Die Hintergründe zu alpha ventus finden Sie zusammengefasst in unserer Broschüre und im Presse-Factsheet.

In einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG werden Wirtschaftlichkeit und die Kosten generell thematisiert, den Download finden Sie hier...

Einen detaillierten Überblick über den Bauverlauf bietet folgende Publikation: Stiftung Offshore-Windenergie (Herausgeber), „alpha ventus, Unternehmen Offshore“, Bielefeld, 2010;

Die Ökobilanz des Windparks ist vom Lehrstuhl „Energiesysteme und Energiewirtschaft“ der Ruhr-Universität Bochum mit einem sehr positivem Ergebnis untersucht worden. Die Details finden Sie in folgender Publikation: Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, „Die Ökobilanz des Offshore-Windparks alpha ventus.“; Reihe „Energie und Nachhaltigkeit“, Band 3.; Lit-Verlag, Berlin 2010, 19,90 Euro; ISBN: 978-3-643-10927-9

Wo finde ich weitere Informationen zur Windenergie?

Bitte richten Sie Ihre allgemeinen Fragen zur Windenergie an die entsprechenden Verbände und politischen Institutionen. Eine aktuelle Übersicht der Kerndaten zu Erneuerbaren Energien – darunter auch der Windenergienutzung – finden Sie beim Bundesumweltministerium.

Die Verwendung von Windenergie im deutschen Verbundnetz regelt das Erneuerbare Energien Gesetz EEG – unabhängig von der Nachfrage einzelner Industriesektoren. Einen Überblick finden Sie hier...

Aktuelle Daten & Statistiken sowie Angaben zu allgemeinen technischen Hintergründe und Statistiken finden Sie beim Bundesverband Windenergie.

Wo finde ich die Stiftung Offshore Windenergie?

Die "Stiftung Offshore Windenergie" (Stiftung der deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See) war aktiv in Planung und Bau von alpha ventus einbezogen. Die DOTI  GmbH hat 2006 die Rechte der Windparkgenehmigung von der Stiftung Offshore-Windenergie gepachtet.  Siehe: www.offshore-stiftung.com

Infomaterial zum Download

Hier finden Sie alle Details:

 Häufige Fragen zu alpha ventus

Fragen und Antworten finden Sie unten auf der Seite...

 Die Errichtung von alpha ventus (Klick für Video)


 Folgeprojekte in der Nordsee (Klick für Details)


  

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Medienberichte

 alpha ventus im TV und Internet

Ausgewählte Medienbeiträge:

BR Wissen vom 27.04.2015: 5 Jahre alpha ventus

Radio Bremen vom 27.04.2015: 5 Jahre alpha ventus

Heise Online vom 24.04.2015: Offshore-Windenergie kommt in Schwung

Deutschlandfunk vom 19.06.2014: Forschung aktuell: alpha ventus liefert seit vier Jahren Strom

Deutschlandfunk vom 04.04.2012: Forschung aktuell: Sonartransponder

WDR vom 17.1.2012: Quarks & Co., Blackout Deutschland - Revolution im Stromnetz

Hamburger Abendblatt vom 07.07.2011: alpha ventus - wo große Räder gedreht werden

Technology Review vom 27.04.2010: "alpha-ventus Ahoi" von Daniel Hautmann

DW TV vom 28.04.2010: Made in Germany

Zum Abspielen der angegebenen Sendungen benötigen eventuell ein Podcast-Programm, z.B. iTunes.

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RUBIN, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität, Ausghabe Herbst 2013: Grüner Strom von hoher See - RUB-Ingenieure erstellen erstmals eine Ökobilanz für einen Offshore-Windpark

SPIEGEL online vom 30.10.2013: Deutsche Aufsichtsbehörde: Offshore-Windparks fördern die Artenvielfalt

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