alpha ventus

Bundeswirtschaftsminister Rösler und niedersächsischer Umweltminister Birkner besuchen alpha ventus

Dr. Jörg Buddenberg, EWE-Gesellschaftsvertreter des alpha ventus Konsortiums aus EWE, E.ON und Vattenfall, freut sich über den Ministerbesuch: „Als Pilotprojekt und gewissermaßen Startschuss für das deutsche Offshore-Zeitalter leistet alpha ventus Pionierarbeit. Sowohl die Erfahrungen aus Bau und Betrieb als auch die Erkenntnisse aus der Begleitforschung rund um alpha ventus sind für den weiteren Ausbau der Branche wegweisend. Sie liefern die Grundlage für die Optimierung von Technologie, Betrieb, Logistik und Umweltverträglichkeit zukünftiger Windparks auf hoher See.“ Auch zeigten die ersten Betriebsergebnisse des Pilotprojekts, dass die Offshore-Windenergie tatsächlich das enorme Energiepotential besitze, von dem man in den Ertragsprognosen ausgegangen sei. So habe alpha ventus nach der positiven Ertragsbilanz von 2011 auch im ersten Halbjahr 2012 eine hohe Windausbeute zu verzeichnen, die die Einspeise-Prognosen um zirka zehn Prozent überschreite. Nun gilt es Buddenberg zufolge, die hohen Investitions- und Betriebskosten von küstenfernen Offshore-Windparks zu senken, um deren Wirtschaftlichkeit und Marktfähigkeit langfristig zu gewährleisten. 

Während des Flugs war auch der schleppende und problematische Netzausbau zur Anbindung künftiger Offshore-Windparks ans Festland immer wieder Gesprächsthema. „Für Offshore-Investoren wie das alpha ventus-Konsortium aus EWE, E.ON und Vattenfall ist es nun von grundsätzlicher Bedeutung, dass kurzfristig verlässliche politische Rahmenbedingungen für eine fristgerechte Netzanbindung neuer Offshore-Windparks geschaffen werden, um den weiteren Ausbau der Branche voranzutreiben. Unser Konsortium ist zuversichtlich, dass die hierfür von der Bundespolitik vorgesehene Haftungsregelung in Verbindung mit einem mehrjährigen Offshore-Netzentwicklungsplan den richtigen Lösungsansatz darstellt. Nun gilt es die entsprechende Gesetzesänderung zügig umzusetzen“, konstatiert Buddenberg abschließend. 

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alpha ventus 

alpha ventus ist der erste deutsche Offshore-Windpark, der auf hoher See errichtet wurde. Das Pilotprojekt rund 45 Kilometer vor der Küste Borkums liefert grundlegende Erfahrungen für Bau und Betrieb zukünftiger Offshore-Windparks. Im Testfeld alpha ventus kommen insgesamt zwölf Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse zum Einsatz: sechs Anlagen des Typs AREVA Wind M5000 sowie sechs Anlagen der REpower 5M auf zwei unterschiedlichen Fundamenten. Während die AREVA Wind-Anlagen auf Tripods stehen, sind die REpower-Anlagen auf Jacket-Gründungen in 30 Metern Wassertiefe montiert. 

Forschungs- und Entwicklungsergebnisse fließen in Konstruktion, Bau und Betrieb zukünftiger Offshore-Anlagen ein. EWE, E.ON und Vattenfall haben für die Realisierung des Windparks alpha ventus die „Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH & Co. KG“ (DOTI) gegründet. Unter der Bezeichnung „Borkum West“ hat DOTI die Genehmigungsrechte an dem Testfeld von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See (Stiftung Offshore-Windenergie) gepachtet. Als bedeutendes Forschungsprojekt wurde alpha ventus vom Bundesumweltministerium mit 30 Millionen Euro gefördert.

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